Was bedeutet die Digitalisierung für das Stakeholder Management?

Die Digitalisierung hat und wird weitreichende Folgen für unsere Wirtschaft und Gesellschaft haben. Darin sind sich Wissenschaftler, Journalisten und andere Experten einig. Weniger Einigkeit herrscht über die konkreten Auswirkungen der Digitalisierung sowie die Frage, ob sich diese für die Mehrheit der Menschen in unserer Gesellschaft eher positiv oder negativ gestalten. Die Enthusiasten heben die Vorteile wie die steigende Effizienz und den sinkenden Ressourcenverbrauch hervor, während die Kritiker beispielsweise auf die Substitution von Arbeitsplätzen durch die zunehmende Automatisierung und die Konzentration von Marktmacht bei Unternehmen wie Google, Apple & Co. hinweisen. Eine weniger aufgeladene, aber ebenfalls relevante Frage ist, welche Folgen die Digitalisierung auf die Beziehung zwischen Unternehmen und die Gesellschaft hat. Noch konkreter: Wie wirkt sich die Digitalisierung auf das Stakeholder Management von Unternehmen aus? Weiterlesen →

Digitalisierung: Die Steuerungsmacht in Wirtschaft und Gesellschaft verschiebt sich

In einem unserer aktuellen Forschungsprojekte geht es um die Frage, wie sich Berufsbilder und damit letztlich Jobs und Angestelltenverhältnisse im Zuge der Digitalisierung entwickeln werden. In Presse und Gesprächen wird die Vermutung artikuliert, dass es künftig das heute übliche unbefristete Angestelltenverhältnis so nicht mehr geben wird. Vermehrt wird auf Projektbasis gearbeitet und Personen temporär aufgrund spezifisch benötigter Kompetenzen rekrutiert. Netzwerke (in digitaler Form z.B. LinkedIn, Xing) und Plattformen (z.B. Upwork, wo man seine Kompetenzen anbieten kann) werden für den Einzelnen wichtiger. Weiterlesen →

Geschäftsmodell “Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren”: Nicht ausgedient?

Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren—so lautete der Vorwurf an die Banken nach Ausbruch der gegenwärtigen Finanzkrise.

Ob sich die europäischen Banken dieses Geschäftsmodells entledigt haben, daran wurde jüngst wieder Zweifel geäussert: Die Ökonomen Viral Acharya, Diane Pierret und Sascha Steffen haben die Zahlen des gerade publizierten Stresstests der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Bankenaufsicht genauer angesehen. Weiterlesen →

Mehr Raum für menschliche Effizienz

Im Frühling dieses Jahres war ich an der HWZ-Arena, an welcher die Frage „Innovation oder Effizienz?“ mit Experten und Vertretern verschiedener Firmen diskutiert wurde. Die Fachexperten, der eine aus dem Bereich Innovationsmanagement und der andere aus dem Lean Management, waren sich m.E. mit den CEOs einig, dass Unternehmen, um erfolgreich zu bleiben, so effizient wie möglich arbeiten sollten. Gleichzeitig sollten sie den Mitarbeitenden jedoch möglichst viel Raum für Innovation bieten. Für mich hörte sich das wie ein Paradox an: Der Mitarbeiter als die sprichwörtlich eierlegende Wollmilchsau. Wie soll z.B. Effizienz auf die individuelle Denkarbeit angewendet werden? Weiterlesen →

Die Stakeholder View: Eine moralische Wettbewerbstheorie?

Was ist eine moralische Wettbewerbstheorie?

Diese etwas paradoxe Frage habe ich mir gestellt, als ich kürzlich ein lesenswertes Portrait über Karl Homann, den Doyen der deutschen Wirtschaftsethik, in der NZZ gelesen habe.

Der 73-jährige Homann kämpfte zeitlebens dafür, dass der sittliche Wert des Wettbewerbs in Deutschland mehr Anerkennung erhält Weiterlesen →

Der Unternehmer als “Key-Stakeholder” im KMU-Netzwerk

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Eine Umfrage der Economic Research-Abteilung der Credit Suisse und des Centers for Family Research der HSG bei 1300 Schweizer KMU zeigt, dass sich in diesen Unternehmungen in den nächsten Jahren ein bedeutender Generationenwandel im obersten Management vollziehen wird. Dreiviertel aller befragten KMU beschäftigen sich bereits jetzt mit der Nachfolgeregelung und bei jeder fünften KMU wird in den nächsten Jahren ein neuer oberster Chef den gegenwärtigen Unternehmer ablösen. Bis 2021 vollzieht sich hochgerechnet in 70’000 bis 80’000 KMUs in der Schweiz ein Generationenwechsel. Rund 75 % dieser KMUs sind Familienunternehmungen. Die Nachfolger werden, wie die Studie zeigt, zwar oftmals auch Familienangehörige sein. In der Mehrheit der Fälle ist aber auch eine Geschäftsübergabe an langjährige leitende Mitarbeitende oder aber ein Verkauf der KMU an externe Eigentümer vorgesehen.

Dieser Generationenwechsel ist deshalb von grosser Bedeutung, Weiterlesen →

Blue Collars und Arbeitswerte: Was ist Blue Collars bei ihrer Arbeit wichtig?

Ist es in erster Linie die soziale Komponente der Arbeit oder eher das Gehalt? Und wie empfinden Blue Collar Mitarbeitende und ihre Vorgesetzten die Beziehung zueinander? Diesen Fragen sind elf Masterstudierende der Universität Zürich in einem Forschungsprojekt im Rahmen des Seminars „Business & Society“ nachgegangen. Betreut wurden die Studierenden von Sybille Sachs und ihrem Team vom Institut für Strategisches Management: Stakeholder View.

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Digitalisierung und Jobs: Welche Kompetenzen sind künftig gefragt?

Wie wird sich die Digitalisierung auf die Tätigkeiten in den Jobs und auf den Arbeitsmarkt auswirken? Zu diesem Thema wird in den Medien in letzter Zeit viel geschrieben. Die Meinungen, wie sich die Auswirkungen manifestieren werden, sind sehr unterschiedlich.

Was sagen Studien, was mit den Jobs passiert?

In der vielzitierten Studie von Frey und Osborne wird ein regelrechtes Horrorszenario beschrieben, bei dem der Digitalisierung das Gros der klassischen kaufmännischen Tätigkeiten zum Opfer fallen. Andere, wie z.B. das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), sehen weniger Jobs gefährdet (12%), oder gar, wie das job search institute, die Chance viele neue Jobs zu kreieren. Autor und Dorn sprechen 2009 von einer Polarisierung des Arbeitsmarkts: Aufgrund auch der Digitalisierung verschwinden mehr Routineaufgaben, Jobs die sehr tiefe oder hohe Fertigkeiten verlangen, nehmen zu. Dies bedeute eine Polarisierung des Arbeitsmarkts.

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Vierte industrielle Revolution: Aus- und Weiterbildung sind die Grundlage der Zukunft

SSDie vierte industriPortrait-Vlk-Sylvie-HWZ-2016elle Revolution ist in aller Munde. Schreckensszenarien der Verdrängungen der Menschen durch Roboter wie auch Verheissungen des ewigen Müssigganges aller Art werden diskutiert. Anfang Januar 2016 machte der MIT-Professor Erik Brynjolfsson im Interview mit der NZZ bezüglich dieses Wandels folgenden Vorschlag: „Lassen Sie uns die Bildung neu erfinden. Wir müssen den Menschen nicht nur Fakten beibringen, sondern sie lehren, wie sie kreativ sein und ihre sozialen Kompetenzen verbessern können“. Weiterlesen →