Unternehmensverantwortung im Trump-Zeitalter

Der unberechenbare US-Präsident Donald Trump hält nicht nur die Zivilgesellschaften rund um den Globus in Atem, sondern irritiert auch zusehends Unternehmen und ihre CEOs. Der Ausstieg aus dem Klimavertrag, der anhaltende Versuch, den sogenannten „Muslim-Ban“ durchzusetzen und die allmähliche Konkretisierung der Pläne für die „Trump-Mauer“ an der Grenze zu Mexiko haben auch die Unternehmenswelt aufgerüttelt. Unternehmen wie Nike, Starbucks oder Microsoft nahmen öffentlich kritisch Stellung und kündigten gezielte Gegenmassnahmen an – zum Beispiel, dass sie trotz des Ausstiegs aus dem Pariser Abkommen die restriktiven Emissionsstandards der Obama-Ära einhalten wollen. Weiterlesen →

Artificial Intelligence: das Werkzeug der Arbeitswelt 4.0

Die Möglichkeiten des technologischen Wandels fördern und fordern uns alle, wie die letzte Podiumsdiskussion der HWZ Arena vom 1. Juni unter der Leitung von Matthias Mölleney bestätigt hat. Artificial Intelligence ist ein Werkzeug, das gemäss des international anerkannten Robotik Experten Rolf Pfeifer von der University of Osaka viel leisten kann. Insbesondere befreit es uns von den sogenannten 3 D. Jobs: dirty, dangerous, demeaning. Weiterlesen →

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Beziehung zwischen Arbeitnehmern und Unternehmen?

Die Digitalisierung verändert viele Berufe, gefragte Kompetenzen und den gesamten Arbeitsmarkt. Wie gestalten sich die Auswirkungen der digitalen Transformation, insbesondere in Bezug auf die Beziehung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern beziehungsweise Unternehmen? Dieser Frage sind neun Masterstudierende der Universität Zürich in einem Forschungsprojekt im Rahmen des Seminars „Business & Society“ nachgegangen. Betreut wurden die Studierenden durch Sybille Sachs und Daniel Laude vom Institut für Strategisches Management: Stakeholder View.

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Vom Mut und der Kreativität, ein offenkundiges „falsch“ als „richtig“ zu erwägen

Stakeholder zu sein, bedeutet immer auch zuhören zu können, vor allem dann, wenn das, was man hört, diametral quer zu den eigenen Überzeugungen ist. Noch besser – und schwieriger – ist es, wenn man es schafft, mit beginners mind zuzuhören, also ohne vorgefasste Meinung genau das aufnimmt, was gesagt wird und das Verstandene als mögliche „Wahrheit“ eingehend erwägt.

Es braucht Empathie und Mut, manchmal sehr viel Mut, sich für die entgegengesetzte Perspektive tatsächlich zu öffnen. Denn man riskiert nicht nur zum Schluss zu kommen, dass man in einem Punkt „falsch“ liegt, sondern auch dass man sein Weltbild generell revidieren muss. Und das wiederum kann für das Selbst, bzw. das Selbstbild, in das man lange investiert hat, bedrohlich sein. Weiterlesen →

Von der Konzernverantwortungsinitiative zur Frage der Unternehmensverantwortung im digitalen Zeitalter: Was sind die drängendsten Fragen?

Im Oktober 2016 haben über 80 Menschenrechts- und andere Nichtregierungsorganisationen die sogenannte Konzernverantwortungsinitiative eingereicht. Die Initianten fordern damit verbindliche Normen für Schweizer multinationale Konzerne, um Menschenrechtsverletzung und Umweltsünden durch Tochtergesellschaften im Ausland zu unterbinden. Mit dieser Initiative betritt ein umstrittenes Anliegen der Corporate Social Responsibility (CSR)-Forschung die Schweizer Polit-Arena. In diesem Forschungsfeld weitete sich seit den 1990er-Jahren der CSR-Anwendungsbereich von Fragen zu Arbeitnehmerrechten bis hin zu Menschenrechts- und Nachhaltigkeitsfragen aus. Mit diesem Blogbeitrag möchte ich weder auf die Pro– noch auf die Kontra-Argumente eingehen. Viel mehr argumentiere ich, dass die drängendste Frage für CSR die Gestaltung des digitalen Wandels im Inland sein sollte. Kann CSR Teil der Lösung sein, die digitale Herausforderung der Schweizer Wirtschaft zu meistern? Weiterlesen →

Ankündigung Trias-Konferenz «Humble Leadership»

Die Breakout-Sessions der Trias-Konferenz «Humble Leadership» bieten eine vielfältige Auseinandersetzung rund um das Thema Leadership im digitalen Zeitalter. So hat der Workshop von Prof. Dr. Sybille Sachs das Aufbrechen gewohnter Führungsmuster zum Ziel, das wiederum zur Entwicklung von geeigneten Führungspraktiken über die Unternehmensgrenzen hinweg führen soll. Der Workshop von Dr. Karin Frey nimmt die Führungskompetenzen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz in den Fokus. Dabei stehen die Diskussion der Kernkompetenzen von Führungskräften im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz sowie die Frage, wie diese entwickelt werden können im Zentrum des Workshops. Prof. Dr. Antoinette Weibel hingegen stellt das oft fehlende Vertrauen der Führungskräfte in ihr Team ins Zentrum. Ziel des Workshops ist es ein Manifest zu erarbeiten, wie Unternehmen bessere Voraussetzungen für Leaders(hip) 4.0 schaffen können. Im Workshop von Guy Kempfert geht es um die Frage wie es einem Unternehmen gelingen kann, nachhaltig seine Kultur zu verändern, um zu einer High-Performing Organisation zu werden. Im Anschluss an die Breakout-Sessions wird Ed Schein einen interessanten Vortrag mit dem Titel «How to Become American» halten.

Weitere Informationen zu den Workshops finden Sie hier: Breakout-Sessions

Aspekte bei der Wahl des neuen Migros-Chefs

Die kürzlich erfolgte Wahl von Fabrice Zumbrunnen zum neuen Migros-Chef bietet aus einer People for People-Perspektive interessante Aspekte. Gemäss verschiedenen Medienberichten standen sich in der Endausmarchung zwei Kandidaten mit sehr unterschiedlichen Profilen gegenüber: Auf der einen Seite ein erprobter Manager mit operativem Leistungsausweis und mit zupackendem Temperament. Auf der anderen Seite Fabrice Zumbrunnen, Mitglied der Generaldirektion des Migros Genossenschaftsbundes, zuständig für die Bereiche Personal, Kulturelles, Soziales und Freizeit; eine auf Harmonie bedachte Persönlichkeit. Weiterlesen →

Wachsen oder Untergehen: eine Beurteilung aus der Sicht der Stakeholder

Gemäss einem kürzlich publizierten Artikel im Tagesanzeiger gilt immer noch die Managerdevise ‚grow or go‘. Der Auftrag an das Management ist klar: ihre Pflicht ist es dafür zu sorgen, dass das Unternehmen wächst, weil dies der Grund für den Erfolg sei. Dementsprechend werden etwa Firmen wie Google und Roche als Beispiele für die Gültigkeit der Managementdevise ‚grow or go‘ erwähnt. Das Gewerbe hingegen wird als träge bezeichnet oder auch die Churer Grossregion wird wegen fehlendem Wachstum als unattraktiv für junge und gutausgebildete Talente bezeichnet. Weiterlesen →

Von Robotern und Menschen

In einer zunehmend digitalisierten Wirtschaftswelt sehe ich, etwas überspitzt ausgedrückt, zwei Prototypen des arbeitenden Menschen entstehen: Die seelenlose, als Massenware austauschbare Produktivitätsmaschine und der hyperindividualisierte, pseudokreative Selbstdarsteller. Was ich darunter verstehe und wie diesem Umstand entgegengetreten werden könnte, versuche ich in diesem Blogbeitrag darzulegen. Weiterlesen →

Wie die Digitalisierung mit der PISA Studie zusammenhängt

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Ich bin Mitautorin der kürzlich erschienen Studie „Digitalisierung und die Zukunft kaufmännischer Berufsbilder“. Das Medienecho war ziemlich überwältigend. Mindestens so aufschlussreich waren aber auch die Beiträge in den Kommentarspalten der Medienartikel. Was die Studie mit dem PISA Test zu tun hat, lesen Sie in diesem Blogbeitrag. Weiterlesen →