Internet-Giganten als Gefahr für die Demokratie: Was dagegen getan werden kann

In Bezugnahme auf den vor kurzem angelaufenen Kinofilm «The Circle» warnte Politologin Adrienne Ficher vor der «Verzahnung von kommerziell verwertbaren Daten mit politischen Rechten» (NZZ am Sonntag vom 10.09.17). Damit ist gemeint, dass Konzerne wie Facebook, Google und Co. immer mehr mit Staaten kooperieren, um demokratische Institutionen wie z.B. Wahlen, aber auch die Administration zu digitalisieren. Weiterlesen →

Enge Stakeholder Beziehungen: ein Mittel zur Reduktion von Unsicherheit?

Das Thema am diesjährigen Academy of Management Meeting in Atlanta lautete ‘At the Interface’, ein Thema, das auch für das Management von Stakeholderbeziehungen von grosser Bedeutung ist. Die Wertschöpfung ist bekanntlich der Motor eines jeden erfolgreichen Unternehmens. Indessen ist sie voller Unsicherheit – wobei diese technisch, politisch, ökologisch bedingt sowie in Interaktionsprozess mit den Stakeholdern oder in den Ergebnissen dieses Prozesses selbst begründet sein kann. Wenn Führungspersonen diese Unsicherheit im Wertschöpfungsprozess zu realisieren beginnen, wird das Engagement von ökonomischen, sozialen und politischen Stakeholdern, welche diese Unsicherheit teilen, gestaltet. Die Zielsetzung eines von mir und anderen führenden Forschern im Bereich des Stakeholder Managements organisierten Symposiums war es, das Verhalten der Stakeholder im Kontext der Unsicherheit vertieft zu verstehen. Jeff Harrison (Universität Richmond) zeigte in diesem Symposium sehr eindrücklich die Vor- und Nachteile einer engen Beziehung von Unternehmungen zu den Stakeholdern im Kontext der Unsicherheit auf. Nachfolgend einige seiner Überlegungen. Weiterlesen →

Misstrauen in Stakeholder-Beziehungen

Die Unternehmenswelt bietet regelmässig Anlässe zu Misstrauen. Beispiele hierfür sind unter anderem der Volkswagen-Abgasskandal von 2015, die Ölkatastrophe von BP im Golf von Mexiko aus dem Jahr 2010 sowie die Finanz- beziehungsweise Subprime-Krise ab 2007. Misstrauen in Unternehmen und die Wirtschaft entsteht jedoch nicht nur durch solche medienwirksamen Ereignisse, sondern zu einem grossen Teil im alltäglichen Umgang mit Stakeholdern. Doch wie genau entsteht Misstrauen bei Stakeholdern? Was sind die Konsequenzen? Und wie müssen Unternehmen vorgehen, um Misstrauen vorzubeugen beziehungsweise entstandenes Misstrauen abzubauen?

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Liebe in Zeiten der Skandale

In der Automobilbranche jagt einen Skandal den nächsten. Nicht nur werden immer mehr Automobilhersteller des Betruges überführt (Stichwort Abgasskandal), sondern auch Unlauterkeiten im Wettbewerb (Stichwort Deutschlands mutmassliches Autokartell) aufgedeckt. Die Meldungen lassen mich aufgrund deren Kadenz mittlerweile schon beinahe kalt. Ich muss mir ein Empörtsein beinahe aktiv abringen. Aber wie John Oliver in seiner Latenightshow damals nach der Wahl von Trump riet, rezitiere ich auch hierfür mantramässig den Satz «this is not normal». Es darf nicht sein, dass sich ein resigniertes «ist halt einfach so» bei mir einschleicht. Weiterlesen →

Unternehmensverantwortung im Trump-Zeitalter

Der unberechenbare US-Präsident Donald Trump hält nicht nur die Zivilgesellschaften rund um den Globus in Atem, sondern irritiert auch zusehends Unternehmen und ihre CEOs. Der Ausstieg aus dem Klimavertrag, der anhaltende Versuch, den sogenannten „Muslim-Ban“ durchzusetzen und die allmähliche Konkretisierung der Pläne für die „Trump-Mauer“ an der Grenze zu Mexiko haben auch die Unternehmenswelt aufgerüttelt. Unternehmen wie Nike, Starbucks oder Microsoft nahmen öffentlich kritisch Stellung und kündigten gezielte Gegenmassnahmen an – zum Beispiel, dass sie trotz des Ausstiegs aus dem Pariser Abkommen die restriktiven Emissionsstandards der Obama-Ära einhalten wollen. Weiterlesen →

Artificial Intelligence: das Werkzeug der Arbeitswelt 4.0

Die Möglichkeiten des technologischen Wandels fördern und fordern uns alle, wie die letzte Podiumsdiskussion der HWZ Arena vom 1. Juni unter der Leitung von Matthias Mölleney bestätigt hat. Artificial Intelligence ist ein Werkzeug, das gemäss des international anerkannten Robotik Experten Rolf Pfeifer von der University of Osaka viel leisten kann. Insbesondere befreit es uns von den sogenannten 3 D. Jobs: dirty, dangerous, demeaning. Weiterlesen →

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Beziehung zwischen Arbeitnehmern und Unternehmen?

Die Digitalisierung verändert viele Berufe, gefragte Kompetenzen und den gesamten Arbeitsmarkt. Wie gestalten sich die Auswirkungen der digitalen Transformation, insbesondere in Bezug auf die Beziehung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern beziehungsweise Unternehmen? Dieser Frage sind neun Masterstudierende der Universität Zürich in einem Forschungsprojekt im Rahmen des Seminars „Business & Society“ nachgegangen. Betreut wurden die Studierenden durch Sybille Sachs und Daniel Laude vom Institut für Strategisches Management: Stakeholder View.

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Vom Mut und der Kreativität, ein offenkundiges „falsch“ als „richtig“ zu erwägen

Stakeholder zu sein, bedeutet immer auch zuhören zu können, vor allem dann, wenn das, was man hört, diametral quer zu den eigenen Überzeugungen ist. Noch besser – und schwieriger – ist es, wenn man es schafft, mit beginners mind zuzuhören, also ohne vorgefasste Meinung genau das aufnimmt, was gesagt wird und das Verstandene als mögliche „Wahrheit“ eingehend erwägt.

Es braucht Empathie und Mut, manchmal sehr viel Mut, sich für die entgegengesetzte Perspektive tatsächlich zu öffnen. Denn man riskiert nicht nur zum Schluss zu kommen, dass man in einem Punkt „falsch“ liegt, sondern auch dass man sein Weltbild generell revidieren muss. Und das wiederum kann für das Selbst, bzw. das Selbstbild, in das man lange investiert hat, bedrohlich sein. Weiterlesen →

Von der Konzernverantwortungsinitiative zur Frage der Unternehmensverantwortung im digitalen Zeitalter: Was sind die drängendsten Fragen?

Im Oktober 2016 haben über 80 Menschenrechts- und andere Nichtregierungsorganisationen die sogenannte Konzernverantwortungsinitiative eingereicht. Die Initianten fordern damit verbindliche Normen für Schweizer multinationale Konzerne, um Menschenrechtsverletzung und Umweltsünden durch Tochtergesellschaften im Ausland zu unterbinden. Mit dieser Initiative betritt ein umstrittenes Anliegen der Corporate Social Responsibility (CSR)-Forschung die Schweizer Polit-Arena. In diesem Forschungsfeld weitete sich seit den 1990er-Jahren der CSR-Anwendungsbereich von Fragen zu Arbeitnehmerrechten bis hin zu Menschenrechts- und Nachhaltigkeitsfragen aus. Mit diesem Blogbeitrag möchte ich weder auf die Pro– noch auf die Kontra-Argumente eingehen. Viel mehr argumentiere ich, dass die drängendste Frage für CSR die Gestaltung des digitalen Wandels im Inland sein sollte. Kann CSR Teil der Lösung sein, die digitale Herausforderung der Schweizer Wirtschaft zu meistern? Weiterlesen →

Ankündigung Trias-Konferenz «Humble Leadership»

Die Breakout-Sessions der Trias-Konferenz «Humble Leadership» bieten eine vielfältige Auseinandersetzung rund um das Thema Leadership im digitalen Zeitalter. So hat der Workshop von Prof. Dr. Sybille Sachs das Aufbrechen gewohnter Führungsmuster zum Ziel, das wiederum zur Entwicklung von geeigneten Führungspraktiken über die Unternehmensgrenzen hinweg führen soll. Der Workshop von Dr. Karin Frey nimmt die Führungskompetenzen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz in den Fokus. Dabei stehen die Diskussion der Kernkompetenzen von Führungskräften im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz sowie die Frage, wie diese entwickelt werden können im Zentrum des Workshops. Prof. Dr. Antoinette Weibel hingegen stellt das oft fehlende Vertrauen der Führungskräfte in ihr Team ins Zentrum. Ziel des Workshops ist es ein Manifest zu erarbeiten, wie Unternehmen bessere Voraussetzungen für Leaders(hip) 4.0 schaffen können. Im Workshop von Guy Kempfert geht es um die Frage wie es einem Unternehmen gelingen kann, nachhaltig seine Kultur zu verändern, um zu einer High-Performing Organisation zu werden. Im Anschluss an die Breakout-Sessions wird Ed Schein einen interessanten Vortrag mit dem Titel «How to Become American» halten.

Weitere Informationen zu den Workshops finden Sie hier: Breakout-Sessions